Florian Schneider
Chröt im Haber & Chrähien im Chorn
In der zweiten Wiederaufnahme seines bisher erfolgreichsten Tourneeprogramms erzählt Florian Schneider Mundartgeschichten aus seinem Buch «Chröt im Haber und Chrähien im Chorn» und singt eine Auswahl von Highlights seiner Schangsongs. Wie immer wird er begleitet vom Pianisten Roman Bislin-Wild und vom Geiger und Gitarristen Adam Taubitz.
1959 geboren, wuchs ich in Liestal und Reigoldswil im Kanton Baselland auf. Als Kind hörte ich am liebsten deutsche Gedichte und als Jugendlicher begann ich meine eigenen Lieder zu schreiben und vorzutragen. Das war der Beginn des Sängerlebens. Nach einer Erstausbildung am Seminar Liestal absolvierte ich ein Gesangsstudium und die Ausbildung zum Opernsänger am Opernstudio der Musikakademie Basel und am Internationalen Opernstudio am Opernhaus Zürich. Ab 1985 folgten Festengagements als Lyrischer Tenor für Oper und Operette an den Stadttheatern Lüneburg, Ulm und Bern.
Seit 1990 bin ich freischaffender Theater- und Konzertsänger und interpretierte seither Hauptrollen in über dreissig Musicalproduktionen an Theatern in Deutschland und in der Schweiz, so in «The Rocky Horror Show», «Jesus Christ Superstar», «Dracula» u.a.m. Von 1995 bis 1997 stand ich in über 500 Vorstellungen in der Titelrolle von Andrew Lloyd Webber’s «The Phantom Of The Opera» auf der Bühne des neu eröffneten Musical Theaters Basel.
Im Anschluss unternahm ich die verschiedensten Konzerttourneen von Musical- über Filmmusik bis zu Brechtliedern und Mundartkonzerten und war daneben Gastsänger in zahllosen Fernsehsendungen und bei verschiedensten CD-Produktionen. Ans Theater wurde ich immer wieder als Charaktersänger für die Uraufführungen von neuen Musicals (Heidi – Das Musical Teil 1./ Heidi – Das Musical Teil 2./ Gotthelf – Das Musical/ Tell – Das Musical) engagiert und machte auch Erfahrungen am Sprechtheater, als Filmschauspieler sowie als Regisseur. Neben der eigenen sängerischen und schauspielerischen Arbeit plante und leitete ich für die verschiedensten Auftraggeber auch grosse Unterhaltungsprogramme und Galashows.
Häi Sii gwüsst, ass men au Gschmäcker und Grüch cha träume? I ămmel nit bis hüt. Drum hock jo au so konfus do am Schryybtisch mitts in der Nacht. Okay, weers im Traum um en Abgang vom ne ryfe Burgunder oder um s Parfüm von ren alte Liebi gange, oder um d Chiirsigumfi vo der Grossmueter, no hätt I nie e Wort drüber verlore. Aber bim nen Albtraum hilfts schyynts, wenn men en ufschrybt, ass er ufhört, eim plooge. S isch ebe, wil 1 nach em « 10 vor 10» no Luscht gha ha uf e Müesli mit Joghurt und Beeri. Und won I ganz e früschs und zuenigs Seckli Bio-Birchermüesli ufschnyyd, do wääit mer drus e Schwall entgege, giftig wie Schimmel und müffelig wie nassi Wulle- sögge. Widerligscht! Bim Yneluegen ent- deck Läbändigs im Mikrokosmos zwüsche Flöckli, Nuss und Sultaninli, flätterlig Chra- beligs und Würmli, wo sich ringle. E ganzes Volk vo Motte samt Määdeli läbt do fröölig in mym Chuchichänschterli innen in syner eigene chlyyne Wält. Der Herr Dr. Bircher