Tinu Heiniger

Heimat

Der Schweiz­er Lie­der­ma­ch­er ist ganz neben­bei gesagt auch ein her­vor­ra­gen­der Erzäh­ler. Man hängt ihm an den Lip­pen, wenn er nach Konz­erten, auf lan­gen Aut­o­fahrten oder am Tele­fon Geschicht­en erzählt, Geschicht­en aus seinem Leben oder Geschicht­en aus dem Leben ander­er.

Sein Fun­dus scheint unendlich und man hört ihm immer gerne zu, weil er einen ein­ma­li­gen Erzählrhyth­mus hat. Diesen Rhyth­mus, den man heute auch gerne Flow nen­nt, dür­fen wir auch in diesen niedergeschriebe­nen Geschicht­en geniessen. Tinu Heiniger hat näm­lich die Gabe, seine mündliche Unmit­tel­barkeit im geschriebe­nen Text beizube­hal­ten.

Das hat wohl damit zu tun, dass er nicht dem ver­bre­it­eten Irrglauben fol­gt, die Schreib­sprache müsse gescheit­er klin­gen als die gesproch­ene Sprache. Wir kön­nen Heinigers Geschicht­en lesen, als hörten wir seinen Liedern zu, mit der Neugi­er der Kinder, mit beina­he geschlosse­nen Augen und voller Hingabe.

 

Heiniger kommt aus Lang­nau im Emmen­tal. Dort ist er aufgewach­sen und beina­he ist man ver­sucht zu sagen, dort sei er eingewach­sen. Zwar lebt er schon seit vie­len Jahren im Aargau,maber in sein­er Sprache, in seinen Erzäh­lun­gen und in seinen Liedern ist das Emmen­tal mit sein­er urwüch­si­gen Land­schaft und seinen nicht weniger urwüch­si­gen Bewohner­in­nen und Bewohn­ern omnipräsent. Und wie so viele, die in einem Dorf aufgewach­sen sind, hat Tinu

Heiniger einen weit­en Hor­i­zont. Das Dor­fleben ver­langt einem einiges ab. Tol­er­anz, Anpas­sungs­fähigkeit, Schlauheit und manche andere Eigen­schaft, die einen später im Leben weit­er­bringt, lassen sich in der dör­flichen Gemein­schaft nicht nur bestens erler­nen, sie sind dort gle­ich­sam über­leben­snotwendig. Im Dorf sein­er Kind­heit, füllte sich der feinsin­nige und manch­mal auch geplagte Bub seinen poet­is­chen Ruck­sack. Das geschah unbe­wusst, beim Sport, in der Schule, in der Kirche, in der Fam­i­lie oder bei sein­er über alles geliebten Musik. Und wie alle wahren Poet­en kann Heiniger ein Leben lang von dieser kindlichen Prä­gung zehren.

Wir Fans, die schon den jun­gen, aufmüp­fi­gen, oft wüten­den Rebellen gekan­nt haben, spüren im Werk des älteren, milderen und weis­er gewor­de­nen Tinu Heiniger noch immer seine typ­is­che Aus­drucksstärke. Denn auch wenn er ver­söhn­lich­er gewor­den ist, spricht uns in diesem Buch die gle­iche Poe­sie und die gle­iche Unmit­tel­barkeit an, die uns in seinen ersten Liedern so berührt hat.

Text aus dem Vor­wort von Pedro Lenz zum Buch “Mein Emmen­thal”.

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Datum

17. Jan.. 2026

Uhrzeit

Türöffnung 19.15 Uhr
20:00

Ticketpreis

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Ort

Käch-Schüür Oberdorf
Weissensteinstrasse 70

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